Wilhelm Heiner Bestattungen - Erd- und Feuerbestattungen

Erd- und Feuerbestattungen

In Deutschland gibt es zwei Arten, die Verstorbenen ihrer letzten Ruhestätte zu übergeben: die Erd- und die Feuerbestattung.Die Erdbestattung galt in unserem Kulturkreis lange als die geläufige Bestattungsform. In den heutigen Zeiten mit den durch globale Wandlungen einhergehenden gesellschaftlichen Veränderungen ist die Feuerbestattung inzwischen zu einer gleichwertigen Bestattungsform herangewachsen.
War die Grabstätte auf einem Friedhof in früheren Zeiten für mehrere Generationen innerhalb einer Familie ein zentraler Ort des Gedenkens, verliert ein solcher in der heutigen mobilen Gesellschaft zunehmend an Bedeutung - und wird sogar in manchen Fällen durch seine Ortsgebundenheit zuweilen zur Belastung. Heute ist für viele Menschen das Grab nicht an einem bestimmten Ort, sondern in deren Herzen.

Wer entscheidet über Bestattungsform und -ort eines verstorbenen Menschen?

Für die Wahl von Form und Ort der Bestattung zeichnet der Verstorbene in seinem letzten Willen verantwortlich. Daher ist es wichtig, dass jede Person selbstbestimmt zu gegebener Zeit - während seines Lebens - diese Entscheidungen fällt und dokumentiert. Eine gewünschte Einäscherung ist schriftlich zu bekunden und zu unterzeichnen. Ebenso verhält es sich mit der Verfügung, dass die Asche anschließend der See oder dem Fluss übergeben werden soll. Bestattungsart und -ort können aber auch von dem Ehepartner, Kindern, Enkeln usw. in einer bestimmten Reihenfolge entschieden werden.

 

Die Erdbestattung

Die Beisetzung in einem Sarg darf nur auf einem Friedhof erfolgen. Dabei stehen verschiedene Grabarten zur Verfügung, die den Ort sowie auch die Bestandsdauer der Ruhestätte bestimmen. Im Wesentlichen trifft diese Auswahlmöglichkeit auch auf die Bestattung von Urnen zu, auch wenn nach einer Einäscherung noch weitere Möglichkeiten zur Verfügung stehen - diese werden im entsprechenden Absatz weiter unten erläutert.
Die Kosten für die Grabstätte hängen dabei von der Auswahl ihrer Platzierung, der Dauer der Pacht sowie auch davon, welche Person die Grabpflege durchführt - diese kann auch an externe Dienstleister vergeben, wenn kein Angehöriger zur Verfügung steht. Auch unterscheiden sich die verschiedenen Friedhöfe in ihrer Gebührenordnung. Ein Erdgrab muss für mindestens 25 Jahre (bei einigen Friedhöfen auch 30 Jahre) gepachtet werden, da sich die komplette Entmaterialisierung der sterblichen Überreste über diesen Zeitraum erstreckt.

Wahlgrab (Erd- und Feuerbestattung)

Bei einem Wahlgrab wird der exakte Ort auf dem Friedhof sowie die Anzahl der Grabstätten am selben Platz (z. B. für Familiengräber) zu Lebzeiten ausgewählt und gepachtet. Bei dieser Grabart kann auch das Nutzungsrecht immer wieder verlängert werden, um z. B. mehrere Familiengenerationen an gleicher Stätte beizusetzen.

Reihengrab (Erd- und Feuerbestattung)

Reihengräber werden in chronologischer Abfolge jeweils in Reihen nebeneinander belegt und sind nur für die Bestattung je einer Person ausgelegt, so dass es kein Einfluss auf die Lage des Grabes ausgeübt werden kann, da die Parzellen von der Friedhofsverwaltung festgelegt und der Reihe nach genutzt werden. Später verstorbene Familienangehörige werden demnach an einem separaten Platz beerdigt.

Rasengrab (Erd- und Feuerbestattung)

Rasengräber werden wie die Reihengräber in zeitlicher Abfolge belegt, die Grabstätten werden jedoch mit einer kleinen Namensplatte auf der Rasenfläche und nicht mit einem Grabstein gekennzeichnet.

Anonyme Gräber (Erd- und Feuerbestattung)

Des Weiteren kann der Verstorbene, falls er die Grabpflege und Pacht seinen Angehörigen aufgrund des Aufwands oder der Kosten und nicht zumuten möchte, zu Lebzeiten eine anonyme Beisetzung verfügen. Bei dieser findet die Sarg- bzw. Urnenbeisetzung zu einem nicht genannten Zeitpunkt und ohne Anwesenheit von Trauergästen auf einem Gemeinschaftsfeld eines Friedhofes statt. Diese Ruhestätte enthält keinerlei Hinweise auf die Namen der hier ruhenden Verstorbenen.

 

Die Feuerbestattung

Nach der Kremation eines Verstorbenen wird die Asche in eine Urne gefüllt. Auch diese unterliegt der Beisetzungspflicht und darf nicht bei den Angehörigen aufbewahrt werden. Die Beisetzungsarten einer Urne sind aber vielfältiger als die eines Sarges. Neben den Möglichkeiten auf einem Friedhof in Urnengräbern oder Urnenwänden (Kolumbarium) kann die Urne auch in speziell ausgewiesenen Naturlandschaften (z. B. Friedwälder), im Meer oder in Flüssen beigesetzt werden.

Die Seebestattung

Bei dieser Bestattung wird die Urne mit oder ohne Anwesenheit von Trauergästen außerhalb der 3-Meilen-Zone nach seemännischem Brauch bestattet.

Die Flussbestattung

Bei dieser alternativen Bestattung wird die Urne mit oder ohne Anwesenheit von Trauergästen mit einem Abschiedsritual im Strom der Maas, Ijssel, Waal oder Nederrijn beigesetzt.



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